Die Arbeitstagung PEACE.CULTURE.CITY 2017 vereint Repräsentanten europäischer Städte mit Vertreterinnen und Vertretern aus bürgerschaftlichen Initiativen, Wissenschaft, Kultur und internationalen Organisationen. Gemeinsam diskutieren sie Aufgaben, Chancen und Herausforderungen städtischer Friedenskultur.

Die dreitägige Arbeitstagung wird von MEMORARE PACEM. Gesellschaft für Friedens­kultur gemeinsam mit der Landeshauptstadt Dresden veranstaltet. Weitere Kooperationspartner sind der Ausschuss der Regionen der Europäischen Union sowie der Deutsche Städtetag.


Friedenskultur als Kommunikationsaufgabe

Im Jahr 2017 steht städtische Kommunikation im Mittelpunkt der Arbeitstagung: Friedenskultur wird als Kommunikationsaufgabe in Nachbarschaft, Bildung, Kultur und Politik hinterfragt.

Städte sind Räume intensiver Kommunikation. Ihre Strukturen und ihre Identität entstehen im Austausch der Stadtbewohner untereinander und mit der Welt ringsum. Städtische Friedenskultur setzt gleichberechtigtes Stadtgespräch und demokratischen Meinungsstreit voraus.

Wie aber kann gewaltfreie Kommunikation in Städten gelingen – angesichts zuneh­mender sozialer Ungleichheiten, kultureller Fragmentierung, politischer Spannungen, globaler Herausforderungen und medialer Umbrüche? Wie können die Bewohner der Städte ihre Stimme in die demokratische Meinungsbildung und Mitbestimmung ein­bringen? Wie muss städtische Kommunikation gestaltet sein, um konflikthafte Zuspitzungen und Gewalt zu vermeiden? Wie kann kommunale Friedenskultur im Austausch miteinander gelernt werden? Wie entsteht produktive Kommunikation zwischen Bürgerinnen und Bürgern einerseits sowie kommunalen Institutionen und Lokalpolitik andererseits? Fragen wie diesen geht die Arbeitstagung nach.


Auftakt für einen Konsultationsprozess

Die Arbeitstagung PEACE.CULTURE.CITY 2017 knüpft an vorbereitende Workshops der vergangenen zwei Jahre in Dresden an. Sie wird gleichzeitig Auftakt für einen länger­fristigen Konsultationsprozess sein: Kommunale Friedenskultur soll nicht allein prokla­miert, sondern in internationalem Austausch, kritischer Auseinandersetzung und grenz­überschreitender Zusammenarbeit praktisch werden.